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forschungsdaten.info live

Veranstaltungsreihe der Redaktion

kellepics / Pixabay - Bearbeitung E. Böker/forschungsdaten.info CC BY 4.0

Die Redaktion möchte den Dialog mit Forschenden und der FDM-Community intensivieren. Dafür dient die Reihe forschungsdaten.info live.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu allen aktuell geplanten sowie zu früheren Veranstaltungen. Die Vortragsfolien stehen zur Nachnutzung zur Verfügung.

Rechte an Forschungsdaten

Die Webinarreihe forschungsdaten.info live wird mit einer besonderen Ausgabe in das Jahr 2023 starten. Ausgehend von der Frage „Wer hat an der Universität welche Rechte an Forschungsdaten?" nähern sich Anne Lauber-Rönsberg – Professorin für Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht, insb. Urheberrecht, sowie Medien- und Datenschutzrecht an der TU Dresden – und Felix Magin – Fachreferent für Jura an der Universität Konstanz – gemeinsam diesem komplexen Gegenstand. Dabei wird auch auf die unterschiedlichen Rechte von verschiedenen Statusgruppen an Universitäten (Professor*innen, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Promovierende) eingegangen.

In diesem Kontext wollen sie das vielschichtige Zusammenspiel aus Urheberrecht, arbeits- bzw. dienstrechtlichen Vorgaben und Guter Wissenschaftlicher Praxis übersichtlich und praxisrelevant aufbereiten und für juristische Laien verständlich darstellen. Nach einer Einführung zur aktuellen Rechtslage wird der Fokus auf Use Cases gerichtet. Hierfür sind Sie alle eingeladen, Ihre eigenen Anwendungs(problem)fälle in die Betrachtung und Diskussion einzubringen. Reichen Sie bitte vorab Ihren Use Case bis zum 27. November über die Mailadresse kontakt@forschungsdaten.info ein.

Mitwirkende:

Prof. Anne Lauber-Rönsberg, TU Dresden
Felix Magin, Fachreferent Jura, KIM Konstanz

Termin:

24. Januar 2023, 10-11.30 Uhr

Es ist keine Anmeldung notwendig.

Use Cases:

Einreichungsfrist: 27. November 2022

Vorgaben: Fallbeschreibung (1 Seite max.), PDF-Format, Anonymisierung sensibler (personenbezogener) Daten

Bitte beachten Sie, dass datenschutzrechtliche Fragestellungen beim Umgang mit Forschungsdaten zwar ebenfalls sehr relevant sein können, aufgrund der begrenzten Dauer des Webinars bei diesem Termin jedoch allenfalls kursorisch besprochen werden.

Zugangsdaten zur Veranstaltung: https://bbb.uni-konstanz.de/b/liv-uxu-9nv 


Die CARE-Prinzipien im Forschungsdatenmanagement

Die FAIR-Prinzipien haben sich inzwischen so weit als Defacto-Standard des Forschungsdatenmanagements etabliert, dass diese auch von Forschungsförderern erwartet werden. Die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) fokussieren sich dabei hauptsächlich auf die technische Umsetzung wie die Annotation von Metadaten, die Suchbarkeit von Daten, sowie insgesamt die Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um Forschungsdaten nachnutzen zu können. Das Ziel der FAIR-Prinzipien liegt dabei in der Vereinfachung des Datenaustauschs.

Die CARE-Prinzipien (Collective Benefit, Authority to Control, Responsibility, Ethics) stehen für einen angemessenen Umgang mit Daten, die indigene Gemeinschaften betreffen. Im Gegensatz zu FAIR fokussieren sich CARE nicht auf die Erleichterung des Datenaustauschs, sondern auf die Wahrung der Interessen indigener Gemeinschaften.

  • Collective Benefit zielt darauf ab, Daten indigener Gemeinschaften so zu verwenden, dass diese daraus Nutzen bei öffentlichen Entscheidungsprozessen, der Selbstbestimmung und der gerechten Realisierung von generierten Werten haben.
  • Authority to Control verfolgt das Ziel, die Rechte indigener Gemeinschaften an ihren Daten anzuerkennen und zu wahren. Das erstreckt sich über die Erhebung und Nutzung von Daten im Rahmen der Selbstbestimmung bis hin zur aktiven Kontrolle des Zugangs zu Daten indigenen Ursprungs.
  • Responsibility richtet sich an diejenigen, die mit Daten indigenen Ursprungs arbeiten. Diese müssen belegen, wie sie mit diesen Daten umgehen und welcher Nutzen für die indigene Gemeinschaft daraus entsteht. Die Nutzung indigener Daten verlangt dabei die Sicherstellung eines respekt- und würdevollen Umgangs mit den Daten. Gleichzeitig soll die Data Literacy indigener Gemeinschaften soweit ausgebaut werden, dass diese Daten eigenständig und im Einklang mit ihren Werten erstellen kann.
  • Der Ethics-Aspekt legt fest, dass die Rechte indigener Gemeinschaften und deren Wohlergehen gewahrt werden. Dazu zählt die Vermeidung von Schaden durch die Datennutzung, ein gerechter Umgang mit dem Ungleichgewicht von Macht und Ressourcen sowie die Berücksichtigung der zukünftigen Datennutzung.

In dem Vortrag stellt Holger Gauza die CARE-Prinzipien vor und zeigt auf, wie diese in Verbindung mit FAIR umgesetzt werden können. Übertragen auf andere Forschungsdaten ermöglicht insbesondere der Blick auf den Ethics-Aspekt eine weitere Perspektive auf den Umgang mit Forschungsdaten.

Vortragsfolien

Mitwirkende:

Holger Gauza, Universität Tübingen

Termin:

19. Oktober 2022, 14-15 Uhr


Die Rolle von Elektronischen Laborbüchern (ELNs) zur Verbesserung der wissenschaftlichen Dokumentation und Berichterstattung – Beispiele aus Chemotion ELN und Repositorium

Elektronische Laborbücher (ELNs) sind eine zentrale Voraussetzung für eine umfassende Dokumentation von Forschungsprozessen, die digitale Speicherung von Forschungsdaten und deren Nachnutzung. Mit ELNs können Experimente oder Forschungsdaten geplant, dokumentiert, gespeichert und – in Kombination mit Repositorien – veröffentlicht werden. Langfristig liegt der Vorteil von ELNs in der Möglichkeit, Daten auf standardisierte Weise zu speichern und zu verwalten und sie mit (automatisch generierten) Informationen wie Metadaten, Identifikatoren und Deskriptoren anzureichern. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten ELNs Vorteile wie schnellere Forschungsprozesse und einen schnelleren Zugang zu Informationen. 

Dr. Nicole Jung vom Karlsruher Institut für Technologe (KIT) stellt die Vorteile des ELN Chemotion vor, das für die Chemie entwickelt wurde. Es bietet spezielle Features für die chemische Arbeit und beinhaltet diverse Funktionen, die den Einsatz des ELN auch in anderen Disziplinen ermöglichen. Es werden sowohl die chemiespezifischen als auch die generischen und anpassbaren Module vorgestellt und deren Einsatz erläutert. 

Das ELN Chemotion kann in Kombination mit dem Open-Access-Repositorium Chemotion genutzt werden. Die Bereitstellung von Forschungsdaten für die Öffentlichkeit ist durch einen direkten Transfer von Informationen aus dem ELN in das Repositorium möglich. Die interoperablen Systeme ELN und Repositorium garantieren einerseits einen einfachen Prozess für die Informationsweitergabe und andererseits die Verfügbarkeit umfassender Daten einschließlich Primärdaten und Beschreibungen.

Vortragsfolien

Mitwirkende:

Dr. Nicole Jung, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Termin:

6. April 2022, 13-14 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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Einen Datenmanagementplan interaktiv mit RDMO erstellen

Immer mehr Forschungsförderer fordern einen Datenmanagementplan (DMP). Aber der Nutzen eines solchen Plans endet nicht mit der Antragsstellung, vielmehr ist er elementar für ein Datenmanagement, das die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendbarkeit von Forschungsdaten sicherstellt. Aber wie lässt sich ein Datenmanagementplan mit überschaubarem Aufwand erstellen?

Dabei hilft die webbasierte Software Research Data Management Organiser (RDMO): Das Tool ermöglicht es Forschenden, nicht nur einen Datenmanagementplan auszuarbeiten, sondern auch ihr ganzes Forschungsprojekt zu managen.

In einem kurzen Vortrag erläutert Dr. Kerstin Wedlich-Zachodin vom KIT zunächst Datenmangementpläne und deren Bedeutung im Forschungskontext. Anhand eines Forschungsprojekts wird ein DMP im RDMO "live" erstellt und dabei die Nutzung des Tools erklärt. Die Teilnehmenden können währenddessen die Software selbst ausprobieren und ihren eigenen DMP erzeugen.

Vortragsfolien

Mitwirkende:

Dr. Kerstin Wedlich-Zachodin, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Termin:

1. Dezember 2021, 10-11 Uhr

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Datenschutz

Überall, wo personenbezogene Daten erfasst werden, muss das Thema Datenschutz bedacht werden. Gerade seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) durch die Europäische Union, gibt es leider viele Unsicherheiten auf Seiten derjenigen, die Daten erheben. Wie sieht eine informierte Einwilligung aus? Welche Daten darf ich erheben und teilen? Diesen Fragen gehen wir in dem Vortrag der Reihe forschungsdaten.info live nach. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Publikation von personenbezogenen Forschungsdaten und welche Schritte unternommen werden müssen, um dies datenschutzkonform umzusetzen. Dazu gehören die Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen, die informierte Einwilligung und das Anonymisieren von Daten.

Frauke Ziedorn, Informationswirtin und Beraterin für Forschungsdatenmanagement an der TIB - Technische Informationsbibliothek, wird Ihnen einen Überblick über den Datenschutz geben. Peter Brettschneider, Fachreferent Rechtswissenschaft, Projektmitarbeiter bw2FDM und Mitglied des Teams Open Science der Universität Konstanz, ergänzt mit seiner rechtlichen Expertise die Fragerunde. Am Ende der einstündigen Veranstaltung wird die Möglichkeit zu individuellen Nachfragen sowohl zum Thema als auch zu forschungsdaten.info allgemein bestehen.

Vortragsfolien

Mitwirkende:

  • Frauke Ziedorn, M.A. LIS, Technische Informationsbibliothek (TIB)
  • Peter Brettschneider, Universität Konstanz

Termin:

2. Juni 2021, 13-14 Uhr

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Hochleistungsrechnen HPC

Hochleistungsrechnen (HPC / High Performance Computing) hat in den vergangenen Jahren in vielen Wissenschaftsfeldern an Bedeutung gewonnen. Denn HPC ermöglicht es, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten und Einblicke in bisher unerforschte Bereiche und Systeme zu nehmen. Daher wird HPC als eine Schlüsseltechnologie in Wissenschaft und Wirtschaft gesehen. In der forschungsdaten.info live Veranstaltung werden Jennifer Buchmüller (KIT-SCC) und Brigitte Wellenkamp (KIM Universität Hohenheim) Einblicke in HPC-Systeme, ihre dazugehörige Infrastruktur sowie Nutzungsszenarien geben.

Als Beispiel dient neben der Vorstellung bestehender Verbünde wie die Gauss-Allianz, Prace, HLRS, NHR der neue Hochleistungsrechner HoreKa des KIT: HoreKa ist mit den aktuellsten CPUs und GPUs ausgestattet. Neue Zugangswege und bereitgestellte Methodenkompetenz unterstützen Nutzende aus ganz Deutschland, effiziente, datenintensive und nachhaltige Forschung auf diesem Hochleistungsrechner zu betreiben. Das KIT ist zugleich ein Zentrum für nationales Hochleistungsrechnen (NHR). Forschende aus ganz Deutschland können die enorme Rechenleistung von HoreKa nutzen. Im Anschluss erfahren Sie, wo Sie spezifische Informationen zu den technischen Infrastrukturen auf der Informationsplattform forschungsdaten.info finden können. Da das Speichern von Forschungsdaten auf Speicherinfrastruktur immer wichtiger wird, sind diese Informationen auf der zentralen FDM-Informationsplattform nicht mehr fortzudenken.

Mitwirkende:

  • Dr. Jennifer Buchmüller (KIT - SCC) 
  • Brigitte Wellenkamp (KIM, Universität Hohenheim)
     

Termin:

  • Mittwoch, 21. April 2021, 13-14 Uhr

Vortragsfolien

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Beschreibung von Forschungsdaten mit DataCite – praktische Hilfsmittel für interoperable Metadaten

Für die Auffindbarkeit und Nachnutzung von Forschungsdaten kommt Metadaten eine zentrale Rolle zu. Es empfiehlt sich die Verwendung eines weit verbreiteten Metadatenschemas, um eine möglichst vielfältige Nachnutzung zu ermöglichen. Ein Schema, welches sich in den vergangenen Jahren etabliert hat, ist das vom gleichnamigen Konsortium veröffentlichte DataCite Metadata Schema. Um Forschungsdaten nicht nur schemakonform, sondern auch möglichst interoperabel zu beschreiben, stehen mit dem DataCite-Metadatengenerator und dem DataCite-Best-Practice-Guide ein Online-Werkzeug und eine konzise Handreichung zur Verfügung.

Nach einer theoretischen Einführung in das Thema „interoperable Metadaten“ werden in dieser forschungsdaten.info live-Veranstaltung beide Hilfsmittel im praktischen Einsatz vorgestellt. Schließlich wird auf weiterführende Schulungsmaterialien hingewiesen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Forschende verschiedener Fachdisziplinen, die ihre Forschungsdaten interoperabel beschreiben möchten, als auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Infrastruktureinrichtungen, die Forschende bei der Veröffentlichung ihrer Daten unterstützen. Am Ende der einstündigen Veranstaltung wird die Möglichkeit zu individuellen Nachfragen sowohl zum Thema als auch zu forschungsdaten.info allgemein bestehen.

Mitwirkende:

  • Anna Daudrich M.A., eHumanities – interdisziplinär, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Julian Schulz M.A., eHumanities – interdisziplinär, LMU München
  • Dr. Martin Spenger, eHumanities – interdisziplinär, LMU München

Termin:

  • 20. Januar 2021, 13-14 Uhr

Vortragsfolien

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Forschungsdaten in den Geowissenschaften: Journal Data Policies, Urheberrecht und Lizenzen

Zahlreiche Fachzeitschriften, auch in den Geowissenschaften, besitzen mittlerweile Data Policies. Während manche Policies klare und konkrete Hinweise für Autorinnen und Autoren geben, sind andere unpräzise und/oder lückenhaft. Bei dieser forschungsdaten.info live-Veranstaltung wird Dr. Andreas Hübner vom Fachinformationsdienst Geowissenschaften die wichtigsten Elemente von Journal Data Policies vorstellen und erläutern, wie Forschende diesen Anforderungen konkret entsprechen können.
Peter Brettschneider, Fachreferent Rechtswissenschaft und Mitglied des Teams Open Science der Universität Konstanz, wird den Vortrag mit einem rechtlichen Blick auf die Themen Urheberrecht und Lizenzen ergänzen, da Zeitschriften vermehrt in ihren Policies eine Datenpublikation verlangen. Darüber hinaus wird der urheberrechtliche Schutz geowissenschaftlicher Forschungsdaten skizziert und die Konsequenzen für die Lizenzwahl erläutert.
Am Ende der einstündigen Veranstaltung wird die Möglichkeit zu individuellen Nachfragen sowohl zum Thema als auch zu forschungsdaten.info allgemein bestehen.

Mitwirkende:

  • Dr. Andreas Hübner, Fachinformationsdienst Geowissenschaften, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
  • Peter Brettschneider, Universität Konstanz

Termin:

  • 25. November 2020

Vortragsfolien

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